Was aus meiner Kindheit geblieben ist – Spurensuche in den eigenen Wurzeln XXX

Impuls zum Einsteigen 🕒 3 Min.

Neulich habe ich im Garten gearbeitet und plötzlich wehte dieser ganz bestimmte Geruch von feuchter Erde und frisch geschnittenem Gras herüber. In einer Sekunde war ich nicht mehr die Person von heute, sondern wieder das kleine Kind von damals, das mit schmutzigen Knien unter dem alten Apfelbaum saß.

Kennst du diese Momente? Ein Geruch, ein Lied im Radio oder der Geschmack einer bestimmten Sorte Apfelkuchen – und plötzlich ist alles wieder da. Ich habe mich gefragt: Was ist von all dem eigentlich geblieben? Nicht an Spielzeug oder Fotos, sondern tief in mir drin?

Die unsichtbaren Schätze

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, sind es gar nicht die großen Ereignisse, die hängengeblieben sind. Es sind die Gefühle und die kleinen Wahrheiten, die mich bis heute begleiten. Ich merke, dass mein Erfahrungsreichtum nicht erst im Berufsleben begonnen hat. Er wurzelt in den ersten Jahren.

Vielleicht ist es bei dir auch so: Ein unerschütterliches Vertrauen in die Natur, weil du als Kind viel draußen warst. Oder eine gewisse Genügsamkeit, weil wir damals gelernt haben, dass man aus einer alten Kiste ein ganzes Raumschiff bauen kann. Diese frühen Prägungen sind wie ein Kompass, den wir oft gar nicht bemerken, der uns aber durch manchen Sturm geleitet hat.

Das Kind in uns – mal laut, mal leise

Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich heute noch genau dieselben Dinge tue wie damals. Ich sortiere meine Farbstifte nach Regenbogenfarben oder ich habe diesen einen störrischen Stolz, wenn mir jemand etwas erklären will, was ich eigentlich schon weiß.

Früher habe ich versucht, diese „kindlichen“ Seiten zu unterdrücken. Ich wollte ja erwachsen und vernünftig sein. Aber heute? Heute sehe ich das als Teil meiner Identität. Es ist schön, dass dieses Kind von damals immer noch da ist. Es erinnert mich daran, dass das Leben nicht nur aus Pflichten besteht, sondern dass das Staunen über eine Pusteblume genauso wichtig ist.

Dein Nutzen: Kraft aus der Herkunft schöpfen

Ich habe festgestellt, dass ich enorm davon profitiere, wenn ich mich bewusst mit diesen frühen Spuren verbinde. Es gibt mir ein Gefühl von Kontinuität. In einer Welt, die sich rasend schnell verändert, ist die Erinnerung an das, was uns als Kind begeistert hat, ein wunderbarer Anker.

Es geht nicht darum, in der Vergangenheit festzustecken. Es geht darum, die Kraftquellen von damals wieder freizulegen. Was hat dir als Kind Freude gemacht? Was hat dich getröstet? Oft finden wir genau dort die Antworten auf die Fragen, die uns heute beschäftigen.

Ein paar Fragen für deine eigene Spurensuche

Vielleicht hast du Lust, heute mal kurz innezuhalten und in deine eigene Kindheit hineinzuspüren? Ich habe hier drei Fragen, die mir bei meiner Spurensuche geholfen haben:

  • Welches Geräusch oder welcher Duft katapultiert dich sofort zurück in dein Kinderzimmer oder zu einem Lieblingsort von früher?
  • Welche Eigenschaft, die du schon als Kind hattest (vielleicht Neugier, Hartnäckigkeit oder Fantasie), hilft dir heute noch im Alltag?
  • Was war dein liebster Rückzugsort? Gibt es heute einen Ort, der sich für dich ähnlich sicher und geborgen anfühlt?

Ich bin sehr gespannt: Was ist aus deiner Kindheit bis heute lebendig geblieben? Ist es ein Hobby, eine Lebenseinstellung oder vielleicht eine kleine Marotte, die du dir bewahrt hast? Erzähl es mir gerne in den Kommentaren!


Dieser Beitrag gehört zu unserer Kategorie Lebensweg und Rückblick und ist mit dem Tag Erfahrungsreichtum verknüpft – denn unsere ersten Jahre sind der Grundstein für alles, was wir heute wissen.


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