neuer Test 2305

Quelle: TestPRO

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Belagerung von Antiochia

Antiochia war dem Byzantinischen Reich im Jahre 1085 von den Seldschuken abgenommen worden. Die byzantinischen Befestigungsanlagen stammten aus der Zeit Justinians, waren aber jüngst erneuert und verstärkt worden. Die Stadtmauer bestand aus 400 Türmen, wodurch es Bogenschützen möglich war, jeden Punkt außerhalb der Mauern mit ihren Pfeilen zu erreichen. Antiochia grenzte an ein Bergmassiv, welches es an den Seiten, an denen keine Stadtmauer vorhanden war, vor Angriffen schützte und eine vollkommene Belagerung der Stadt unmöglich machte. Die Seldschuken hatten die Stadt durch Verrat in die Hand bekommen und die Mauern daher intakt gelassen. Seit 1088 war Yaghi-Siyan der Statthalter der Seldschuken, ein Mann, dem der Zug der Kreuzfahrer durch Anatolien wohlbekannt war, und der – erfolglos – um Hilfe aus den benachbarten moslemischen Staaten gebeten hatte. Als Vorbereitung auf die Ankunft des Kreuzzugs kerkerte er den orthodoxen Patriarchen von Antiochien, Johannes Oxites, ein und verbannte die griechisch-orthodoxen, armenisch-apostolischen und die syrisch-orthodoxen Christen aus der Stadt.

Die Stadt hatte für die Kreuzfahrer nicht nur strategische Bedeutung, denn die Anhänger der dortigen urchristlichen Gemeinde um die St.-Petrus-Grotte waren die ersten, die sich als Christen bezeichneten.

Ankunft der Kreuzfahrer

Die Kreuzfahrer erreichten den Fluss Orontes außerhalb Antiochias am 20. Oktober 1097. Die vier Anführer des Kreuzzugs zu diesem Zeitpunkt, Gottfried von Bouillon, Bohemund von Tarent, Raimund IV. von Toulouse und Bischof Adhemar von Le Puy, waren anfangs über ihr weiteres Vorgehen uneins. Raimund wollte einen direkten Angriff; Bohemund hingegen konnte Adhemar und Gottfried von einer Belagerung der Stadt überzeugen. Raimund akzeptierte widerwillig, und die Kreuzfahrer kreisten die Stadt am 21. Oktober teilweise ein. Obwohl die Stadtmauern einem direkten Angriff wohl standgehalten hätten, war Yaghi-Siyan erleichtert und ermutigt, dass die Kreuzfahrer den direkten Angriff nicht versuchten; er hatte nicht genügend Leute, um die Stadt adäquat zu verteidigen. Bohemund lagerte an der Nordostecke der Stadt, am Sankt-Pauls-Tor, Raimund weiter im Westen am Hundetor und Gottfried am Herzogstor noch weiter im Westen, wo eine Bootsbrücke über den Orontes zum Ort Talenki gebaut worden war. Richtung Süden war das Zwei-Schwestern-Tor und im Nordwesten das Sankt-Georgs-Tor, das von den Kreuzfahrern nicht blockiert wurde, so dass die Eingeschlossenen hierüber mit Nachschub versorgt werden konnten. Auf der Süd- und Westseite der Stadt war das Hügelgelände des Mons Silpius mit der Zitadelle und dem „Eisernen Tor“.

Erste Belagerung

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